Migration

Im Jahr 1961 lebten in Österreich knapp über 100.000 ausländische Staatsangehörige. Dies entsprach einem Anteil von 1,4 % an der Gesamtbevölkerung. In der zweiten Hälfte der 1960er- und am Beginn der 1970er-Jahre erhöhte sich der Anteil der ausländischen Bevölkerung aufgrund der gezielten Anwerbung von Arbeitskräften aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei relativ stark. Im Jahr 1974 wurde mit rund 311.700 ausländischen Staatsangehörigen (4,1% der damaligen Gesamtbevölkerung) ein vorläufiger Höhepunkt erreicht. Eine starke Zuwanderungswelle Anfang der 1990er-Jahre sorgte für ein Ansteigen des Ausländeranteils auf über 8%. Im Laufe des Jahres 2006 wurde die 10%-Schwelle des Ausländeranteils überschritten. Am 1. Januar 2008 lebten insgesamt 854.752 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich.

Migrationshintergrund

Als Personen mit Migrationshintergrund werden Menschen bezeichnet, deren beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Diese Gruppe lässt sich in weiterer Folge in Migrantinnen und Migranten der ersten Generation (Personen, die selbst im Ausland geboren wurden) und in Zuwanderer der zweiten Generation (Kinder von zugewanderten Personen, die aber selbst im Inland zur Welt gekommen sind) untergliedern.

Aufgaben und Chancen der Kommune

  • Schaffung von Bildungsangeboten für alle und somit Erhöhung der Chancenungleichheit
  • Umgang mit Fremden - Abschottung, Isolation, Parallelgesellschaften
  • Akzeptanz innerhalb der verschiedenen MigrantInnengruppen

 

Die Kommune profitiert durch

  • Vielfalt leben können - Anerkennung von Österreich als Einwanderungsland
  • Beteiligung der Betroffenen an Entscheidungsprozessen
  • Förderung der gegenseitigen Achtung - Wahrnehmen, Hereinnehmen, Wertschätzen
  • Entscheidung für eine multikulturelle Gesellschaft; Ängsten entgegenwirken, Abschottung verhindern
  • Zugehörigkeit als existentielles Bedürfnis erkennen
  • Klarheit im Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen

 

 

 

 

 

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