Familie

Die Familie wird als Keimzelle einer funktionierenden Gesellschaft gesehen und spielt in Gemeinden eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Entwicklungen im Bereich Familie, wie Veränderung der Familienformen (Einelternfamilien, Patchworkfamilien, Lebenspartnerschaften mit Kindern), Geburtenrückgang, hohe Scheidungsrate, veränderte Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten von Familien sowie Migration, stellen Kommunen vor vielfältige Herausforderungen.


Ansprüche der Familien haben sich geändert

Die Zukunft unserer Gesellschaft sind die Kinder und Jugendlichen, die sich zu verantwortungsbewussten Erwachsenen entwickeln sollen. Um den Ansprüchen der Familien in der sich schnell ändernden Gesellschaft  gerecht  zu werden, brauchen Kommunen ein fundiertes Konzept fürleitbaren  Wohnungsbedarf, Frei- und Spielräume, Angebote für Kinder- und Ferienbetreuungen, gute Bildungsbedingungen für alle Kinder, ein adäquates Beratungsangebot, gestaltete Treffpunkte und Freiräume für Jugendliche,… die in ihrer Gesamtheit gute Rahmenbedingungen für die Familien mit ihren Kindern unterschiedlichen Alters schaffen. Die Unterstützung von Familien wird immer mehr als eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung verstanden und Kommunen richten ihr Handeln verstärkt danach aus.

Kommunen können all diese Herausforderungen schwer alleine bewältigen. Gestaltete Prozesse unter Einbindungen der Familien und der umliegenden Gemeinden gewährleisten ein Angebot, welches den Bedürfnissen entspricht.

 

Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Prozess einbinden

Mittels Beteiligung der Betroffenen vor Ort können leistungsfähige Strukturen für eine qualitativ hochwertige Kinder-, SchülerInnen- und Jugendbetreuung geschaffen werden, die den Kindern entsprechende Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten auf dem Weg zum Jugendlichen und später zum Erwachsenen bieten. Wichtig ist dabei, Übergänge und Schnittstellen zu gestalten, bei denen die Anliegen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gehört werden und in die Konzeptarbeit integriert werden.

 

  

Beteiligung fördert Kommunikationsstrukturen

Reibeflächen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen wird es dennoch immer geben. Die Frage ist, wie die Gesellschaft damit umgeht, wie viel Verständnis sie den Kindern und Jugendlichen und ihren Problemen entgegenbringt. Idealerweise werden Kinder und Jugendliche im Vorfeld von Entscheidungen, die ihren Lebensalltag betreffen, mit eingebunden.

 

Aufgaben und Chance für die Kommune

  • Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen für Familien mit ihren Kindern unterschiedlichen Alters durch Einbindung in Prozesse und Entscheidungen
  • Entwicklung von qualitativ hochwertiger Kinder-, SchülerInnen- und Jugendbetreuung in Kooperation mit politisch Verantwortlichen, Eltern, Kindern und Jugendlichen
  • Aufzeigen der Grenzen der Partizipation
  • Vernetzung mit den umliegenden Gemeinden

Die Kommune profitiert durch

  • Lösungen, die den Bedürfnissen der Familien entsprechen und von vielen getragen werden
  • Frühes Einüben von politischer Partizipation
  • Familien, die sich gerne in der Kommune niederlassen
  • Verstärktes Engagement der Beteiligten


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